Apps zur Rauchentwöhnung: Was können Sie?


Rauchentwöhnung mit Apps

Wer sich das Rauchen abgewöhnen will, kann auch auf die Hilfe von Rauchentwöhnungs-Apps setzen. Bild: andreas stix / pixelio.de

Für nahezu jede Alltagssituation steht mittlerweile eine Smartphone-App als kleine Helferin parat. Bei dem für viele Menschen angestrebten Schritt, den Tabakkonsum zu beenden, ist die Auswahl vergleichsweise groß.

Die meisten Apps zur Rauchentwöhnung basieren auf einem Motivationsprinzip: Kleine Erfolge der Rauchreduzierung werden statistisch erfasst und zeigen Vorteile für Gesundheit und Geldbeutel an. Andere Anwendungen bevorzugen eine abschreckende Wirkung, die drastische Konsequenzen fortgesetzten Rauchens vor Augen führt. Die richtige Rauchentwöhnungs-App gilt es also nach dem jeweiligen Persönlichkeitstyp auszurichten.

Der 2012 auf den Markt gebrachte „Nichtraucher Coach“ ist eine ermunternde Unterstützung für alle, die beim Griff zum Glimmstängel das schlechte Gewissen trifft. Nach der Eingabe der zuvor üblichen Zigarettenmenge und Fixierung des Enddatums berechnet die App die hinzugewonnene Lebenszeit in Stunden, Tagen und Jahren. Finanzielle Vorteile kalkuliert die Anwendung zur Rauchentwöhnung in Monats- und Jahresabständen. Die Informationen zur Schädlichkeit von Nikotinkonsum werden durch positive Argumente zu den Folgen des Tabakstopps ergänzt. Der Nutzer kann für jeden Tag eine Art Gewissenserforschung vornehmen und auf einer Skala von 1 bis 6 seine Erfolge oder Niederlagen eines jeden Tages bewerten.

Die Anwendung „Durchatmen! Nichtraucher Lite“ funktioniert ebenfalls mit einem Belohnungsprinzip. So wird die Geldersparnis mit einem Amazon-Wunschzettel verknüpft, der die Zeit bis zum Erwerb des ausgewählten Produktes abzählt. Mittels eines dreistufigen Erfolgssystems soll die Rauchentwöhnung schneller erfolgen: Ein erstrebtes Produkt wird notiert, anschließend erfolgt die Festlegung des Preises, zuletzt wird eine Bildverknüpfung erstellt. Ähnlich funktioniert die App „Get Rich or die Smoking“. Sie führt zusätzlich die nicht konsumierte Menge an Teer und Nikotin auf. Einzig die Verbindung zum Hauptbildschirm des Smartphones über ein Widget ist nicht gegeben.

Die bereits von den Zigarettenpackungen bekannten Aufnahmen gesundheitlicher Schäden finden sich bei „QuitNow!“. Unter der „Galerie des Schreckens“ werden Nutzer mit Originalaufnahmen verstümmelter Körperteile nach übermäßigem Tabakkonsum konfrontiert. Die bei anderen Anbietern zum Teil ausführlich erwähnten Gesundheitsfolgen sind bei dieser Rauchentwöhnungs-App in einfachen Stichpunkten wie „Infarktrisiko angesunken“ erwähnt. Der von der EU-Kommission herausgebrachte „Exsmokers iCoach“ wurde mit medizinischer und psychologischer Expertise erstellt. Laut eigenen Angaben haben 40 Prozent der App-Nutzer das Rauchen erfolgreich einstellen können. Bei „aha! Rauchfrei“ erfolgt die Aktualisierung der Statistiken zu Finanz- und Gesundheitsvorteilen im 10-Minuten-Takt. Im Google Play Store kommt die Anwendung derzeit auf eine Bewertung von 4,4 Sternen.