Facebook bringt den Messenger neu heraus


Facebook Messenger 2013

So sieht der neue Facebook Messenger aus. Bild: Facebook

Mit einer Aktualisierung seines Messenger-Dienstes hat sich Facebook im Kurznachrichtenwesen neu positioniert. Der zuletzt durch die gescheiterte Snapchat-Übernahme angeschlagene US-Riese macht mit dem Update der kostenfreien App Boden gegenüber der Konkurrenz gut.

Die Version 3.0 soll insbesondere den mächtigen Marktführer Whatsapp herausfordern. Mit der Neuauflage entfällt der Firmenname, die Anwendung heißt nur noch Messenger. Erste Reaktionen auf den Relaunch fallen sehr positiv aus und loben allen voran die klare neue Bedienungsstruktur. Im Google Play Store erreicht der Messenger derzeit 4,3 von 5 Punkten bei über 1,2 Millionen abgegebenen Stimmen.

Bei der optischen Neugestaltung orientierte man sich wesentlich beim Konkurrenten Whatsapp. Die zuvor dominierenden Farben Blau und Grau wurden durch übersichtliche Weißräume ersetzt. Neue Kontaktlisten wecken Assoziationen zu Skype. Denn der neue Messenger erlaubt nun auch die Kontaktaufnahme mit Bekannten, die nicht zu den Facebook-Freunden des Nutzers zählen. Hierzu ist allerdings die Eingabe der entsprechenden Mobilfunknummer vonnöten. Dieser Schritt ermöglicht ebenso die Suche nach der persönlichen Facebook-Seite durch die Eingabe der Handynummer. Im Falle unliebsamer Kontaktaufnahme steht eine Sperrliste zur Verfügung. Die Kontakte sind in Messengernutzer und aktuell auf Facebook eingeloggte Freunde kategorisiert. Neu sind die kreisrunden Profilfotos, die die zuvor klobigen Quadrate abgelöst haben.

Die grundsätzlich kostenlose Nutzung des neuen Messenger umfasst keinen SMS-Versand, für den die Gebühren des jeweiligen Anbieters anfallen. Dies gilt ebenso für das Überschreiten des vertraglich festgelegten Datenvolumens. Facebook ist jedoch an einer möglichst umfassenden Gratisnutzung interessiert und verweist auf dementsprechende Kooperationen mit ausgewählten Mobilfunkanbietern. Sollten beide Nutzer über die Messenger-App verfügen, ist eine SMS kostenfrei versendbar. Das kalifornische Unternehmen informierte jedoch über Startschwierigkeiten beim SMS-Versand, der noch nicht auf allen Smartphones reibungslos funktioniert.

Die bereits zuvor enthaltenen Messenger-Funktionen sind auch in der Version 3.0 weiterhin verfügbar. Eingehende Nachrichten auf dem Facebookkonto können ohne Öffnung der Seite gelesen werden, Chatgruppen erlauben die Kommunikation zwischen mehreren Personen, per Verknüpfung mit den Kartensystemen des jeweiligen Anbieters ist eine Standortmitteilung möglich. Neu hinzugekommen sind benutzerdefinierte Töne und eine größere Auswahl von Icons. Die Messenger-App ist sowohl für Android als auch iOS erhältlich. Für das iPhone ist die Version iOS 6.0 Mindestvoraussetzung, das Volumen der App beträgt 24,7 Megabyte.