Flirt-App Tinder: Bald kostenpflichtig und mit Sicherheitsproblem


Tinder, die Dating-App

Tinder ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Dating-Apps. Bild: Tinder

Die Flirt-App Tinder hat in hierzulande bereist über zwei Millionen User. Noch kann sie komplett kostenlos genutzt werden, doch damit soll bald Schluss sein. Außerdem sind Dating-Apps wie Tinder nicht ganz ungefährlich. Sie bieten Schnüfflern und Stalkern eine willkommene Plattform.

So gibt es im Netz mittlerweile diverse Anleitungen, wie man an die persönlichen Daten seiner Flirt-Partner herankommt. Die Experten der Seite Singlebörsen-Vergleich haben einige Profile von Tinder-Nutzern unter die Lupe genommen. Ergebnis: Es ist tatsächlich möglich, an Daten von Usern der Dating-App heranzukommen. Ganz so einfach wie befürchtet ist jedoch zum Glück nicht.

Funktionieren soll das ganze so: Nur mit dem Tinder-Profilbild und dem Vornamen des Flirtwilligen wird versucht, über die Bildersuche bei Google etwas über die Person, etwa den vollständigen Namen, herauszufinden. Dann kann versucht werden, über Facebook oder andere soziale Netzwerke weitere Details in Erfahrung zu bringen.

Einige Fälle von Tinder-Stalking

Jeweils 50 Frauen- und Männer-Profile bei Tinder haben die Experten untersucht. Immerhin in 40 Prozent der Fälle gelang es ihnen, persönliche Informationen über die Flirt-Partner herauszufinden. In den meisten Fällen jedoch scheiterten sie bei der Google-Bildersuche. Besonders krass: In einem Fall hätten die Tester einen Single von Tinder direkt an seinem Arbeitsplatz überraschen können.

Zwar seien schon einige Fälle von Tinder-Stalking bekannt geworden. Ein Grund zur Panik bestehe aber derzeit nicht, so das Ergebnis des Experten-Checks. „Wenn man sich an ein paar Grundregeln hält, kann man sein persönliches Tinder-App-Risiko praktisch gegen Null fahren“, beruhigt Pamela Moucha von der Seite Singleboersen-Vergleich.

Eine ganz einfache aber durchaus effektive Maßnahme gegen Tinder-Stalking: Man sollte niemals dasselbe Profilbild in mehreren sozialen Netzwerken verwenden. Sonst kann das Foto ganz einfach zum Bindeglied zwischen der Dating-App und Netzwerken wie Twitter, Instagram, Xing, Facebook und andere werden – und somit schließlich zur wahren Identität des Tinder-Flirtpartner führen.

Kostenpflichtige Zusatzdienste

Die bislang kostenlose Dating-App Tinder soll schon bald mit kostenpflichtigen Extras ausgestattet werden können, genannt „Undo“ und „Passport“. Mit „Undo“ soll der User versehentlich weggewischte Flirtpartner aus dem digitalen Nirwana zurückholen können. Mit der Funktion „Passport“ soll es künftig möglich sein, einen Flirt für einen Ort klar zu machen, an dem man sich derzeit nicht befindet, beispielsweise, um am nächsten Tag während einer Geschäftsreise nicht allein dazustehen.

Die neuen Funktionen sollen per In-App-Kauf erworben werden können. Preise wurden bislang keine genannt.