Kaspersky-Virenschutz-App: Kostenlose oder Premium-Version?


Kaspersky-Virenschutz-App

Kaspersky-Virenschutz-App gibt es in der kostenlosen Variante Lite und der Premium-Variante. Bild: Screenshot

Malwarebedrohungen werden auf mobilen Geräten zunehmend häufiger; die wachsende Zahl an Nutzern hat das Interesse von Cyberkriminellen geweckt. Laut dem russischen Entwickler Kaspersky Lab tauchten in der ersten Jahreshälfte 2013 mehr als 50.000 neue Schadprogramme für Android auf, das sind mehr als im kompletten vergangenen Jahr zusammen (38.000 Schadprogramme). Fast 99 % der mobilen Malware zielt auf das beliebte Android-Betriebssystem ab. Damit das Smartphone oder Tablet sicher bleibt, bieten verschiedene Anbieter Virenschutz-Apps an. Wir vergleichen die Gratis- und Premium-Version der App Kaspersky Internet Security für Android.

Die Software untersucht zunächst neu installierte Apps vor ihrem ersten Start über den Cloud-Service von Kaspersky. Nur in der Premium-Version wird schon beim Herunterladen automatisch ein Virenscan veranlasst. Verdächtige Dateien können sofort gelöscht oder in Quarantäne verschoben werden. Zudem werden Links in E-Mails, Browsern und anderen Apps untersucht. Für die Überprüfung von URL-Adressen in SMS-Nachrichten ist die Premium-Version nötig.

Die Lite-Version bietet kostenlose Updates der Antiviren-Datenbanken an. Im Gegensatz dazu bietet die Premium-Version einen Echtzeitschutz gegen Viren an, falls das Smartphone mit dem Internet verbunden ist. Des Weiteren ist in der Kaspersky App ein Diebstahlschutz enthalten: Über den GPS-Sensor kann das Gerät geortet und blockiert werden, falls es verloren gegangen ist. Allerdings wird der Benutzer nur mit der Premium-Version per SMS oder E-Mail mit einem Link über den Standort des Handys informiert.

In der kostenlosen Version lassen sich per SMS bestimmte Befehle veranlassen. So lassen sich per Fernzugriff alle persönlichen Informationen vom Telefon löschen. Falls das Telefon mal nur verlegt wurde, kann der Alarm ausgelöst und nur mit einem persönlichen Geheimcode wieder deaktiviert werden. Ferner ist eine Identifizierung von unautorisierten Smartphone-Nutzern mit der „Fahndungsfoto-Funktion“ möglich. Kommt ein Gerät abhanden, können Nutzer über diese mit der gegebenenfalls vorhandenen Frontkamera ein Foto vom Gesicht des Diebes oder des unautorisierten Besitzers schießen. Auch wenn die SIM-Karte ersetzt wurde, kann das Smartphone noch blockiert, die Daten gelöscht oder das Gerät lokalisiert werden. Bei Nutzung der Premium-Version wird der Eigentümer auch über einen SIM-Kartenwechsel informiert, so dass er die Telefonnummer des Diebes zugeschickt bekommt.

Des Weiteren lässt sich in der Lite-Version eine Blacklist anlegen, welche sich zur Ignorierung von Nachrichten und Anrufen bestimmter Telefonnummern nutzen lässt. In der Premium-Version lassen sich zuzüglich bestimmte Dateien verschlüsseln und Unerlaubten so den Zugriff verwehren. Außerdem beinhaltet diese auch Schutz beim Internet-Banking, Online-Shopping und der Nutzung sozialer Netzwerke. Die Virenerkennungsrate der Kaspersky Internet Security ist im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten sehr gut.Die Premiumversion der Kaspersky Internet Security kostet 10,95 Euro. Die Demoversion kann für 30 Tage ausprobiert werden. Eine komplett kostenlose Alternative ist die Avast Mobile Security-App.