NSA: Welche Daten Smartphone-Apps schicken


Smartphone-Tarif-Checker Platzhalter AppsGanz neu dürfte es niemanden sein, der sich Apps aus dem Store runterlädt: Auch hier liest die NSA mit und nicht immer steckt nur Gutes in den praktischen mobilen Anwendungen dahinter, deren Faszination sich besonders die Jugend nur schwer entziehen kann.

Den Wunsch nach Informationen während eines Urlaubs, dem Münchner Oktoberfest oder Silvester-Apps machen sich auch der britische GCHY als auch der amerikanische Geheimdienste NSA gerne zunutze. Hinter den von vielen Smartphone-Besitzern verdrängte Tatsache stecken sogenannte paranoide Schlümpfe, die über beliebte Apps wie Angry Birds oder auch Google Maps persönliche Daten der Nutzer herausziehen. Das passiert unabhängig davon, ob es sich um Android oder iOS handelt.  Zu früh gefreut, der nicht Angry Birds spielt auf seinem Smartphone, denn die NSA streut ihre Interessen sehr breit.

Seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zwar gestiegen, aber das tut der Nutzung von Apps sozialer Netzwerke wie Linkedln, Twitter, Flickr oder Facebook keinen Abbruch. Dank der Mobilität und App-Lust erfahren die Geheimdienste neben dem Alter des jeweiligen Benutzers so nebenbei auch dessen Aufenthaltsort, aber auch weitere Kontakte.

Doch es wird noch schlimmer, wie dreist die NSA Daten abgreift, ohne die Einwilligung der Besitzer eingeholt zu haben. Von App zu App unterschiedlich werden auch sensiblere Daten weitergeleitet. Diese betreffen unter anderem den Beziehungsstatus, wie viel Kinder jemand hat, welche Schulbildung er besitzt oder die sexuellen Vorlieben. Daten, die mit der Nutzung einer App theoretisch nichts zu tun haben, lässt der ahnungslose Besitzer hier ungefragt durch den von ihm initiierten Download zurück. Gerüchten zufolge besitzen die Geheimdienste Datenbanken mit den Nummern aller Mobilfunkmasten weltweit. So kann der Standort eines Benutzers auch ermittelt werden, wenn das GPS des Smartphone abgeschalten ist. Es ist allerdings unklar, ob die abgezapften Daten neben der Speicherung auch eine Auswertung erfahren und wie viele Benutzer weltweit betroffen sind von der unerlaubten Datensammlung.

Witziges Detail am Rande: Der GCHQ der Briten verwendet Codes für seine Spionage-Aktivitäten. Nosey Smurf, neugieriger Schlumpf, beschreibt die Abhörfunktion des Mikrofons. Der Fährtensucher-Schlumpf Tracker Smurf ortet Geräte und hinter dem verträumten Schlumpf Dreamy Smurf versteckt sich die Einschaltung von Geräten aus der Ferne, die eigentlich bereits ausgeschalten sind. Das Tool Paranoid Smurf versteckt Spyware auf den Geräten. Ob die amerikanische NSA auch solche Bezeichnungen für ihre Aktionen verwendet, ist nicht bekannt. Tatsache dürfte jedoch sein, dass die Amerikaner sogar auf Dateien von Google zugreifen und in dessen Cookies Spähsoftware installieren.