Plants vs. Zombies 2: Was kann der zweite Teil der Kult-App?


Plants vs. Zombies 2

Die Pflanzen müssen es mal wieder richten: Plants vs. Zombies 2. Foto: Screenshot PopCap

Seit kurzem gibt es die lang ersehnte Fortsetzung des Smartphone/Tablet Spiel Plants vs. Zombies 2. Das Ambiente des bereits mit Preisen ausgezeichneten Spiels mag Neueinsteigern verwunderlich erscheinen, denn man verteidigt Haus samt Garten mit eigenartigen Methoden wie Sonnenblumen und Erbsenkanonen gegen witzige Zombies.

Abgesehen von dem etwas ungewöhnlichen Setting des Spiels findet man sich dank einer umfassenden Beschreibung als Neuling rasch gut zurecht. Auch die Fortsetzung findet höchstwahrscheinlich eine große Fangemeinde. Die Verbesserungen in Teil zwei freuen Fans des Spiels, das bewährte Konzept ist beibehalten worden.

Neu ist die Bewegungsvielfalt des von der Spielefirma Popcap Games, die inzwischen zu Electronic Arts gehört, entwickelten Spiels. So treten die Anti-Zombie-Pflanzen Zeitreisen an, weil Topfträger Crazy Dave seinen Taco weggebeamt hat. Das gelingt Crazy Dave, zu deutsch Deppie Dave, mit Hilfe von Penny, eines zur Zeitmaschine veränderten Wohnmobils, gelungen. So skurril das klingt, aber so kämpft der Spieler gegen Pharaonen-Zombies oder Piraten-Zombies und reist in den Wilden Westen.

Neuen Spielspaß in der Fortsetzung von Plants vs. Zombies 2 versprechen neben neuen Pflanzen auch Dünger, mit deren Hilfe die Pflanzen kurzfristig wie Superman spezielle Kräfte bekommen. Mit Power-Ups kann man mit einem Finger-Wisch Zombies elektrifizieren, wegschleudern oder gar köpfen. Kein Grund zur Panik unter besorgten Eltern, denn die Animation im Comic-Stil ist witzig umgesetzt. Dank optimierter Grafik und Sound toppt die Fortsetzung das bereits bekannte Spiel.

In-Game-Käufe trüben Spielfreude

Einziger Wermutstropfen in der Freude aller Fans von Plants vs. Zombies 2 ist die In-Game-Abzocke, die viele Kunden verärgert: Electronics Arts hat das Spiel als Free-to-play Game auf den Markt gebracht. Damit ist das Spiel zwar kostenlos, aber Extras oder auch die Spiele-Währung gibt es nur gegen harte, sprich echte, Euromünzen. Die Preise dafür klingen, wenn man hierbei an jüngere Spieler denkt, überhöht. Ab 2,69 Euro muss ein eingefleischter Fan für neue Pflanzen bezahlen und damit nicht genug. Die für weitere Pflanzen benötigten Extra-Slots sind auch nur käuflich zu erwerben.

Kein Wunder, dass diese Vorgehensweise schon im Vorfeld der Veröffentlichung von Plants vs. Zombies 2 unter den Fans für Ärger gesorgt hat. Natürlich ist es auch möglich, das Spiel bis zum Ende zu spielen, ohne zu bezahlen. Das ist aber nur das halbe Spielvergnügen, meinen die Fans, die gerade für die neuen und durchaus witzigen Pflanzen oder besonders die Finger-Power-Ups verleitet werden könnten, mehr Geld auszugeben, um in den vollen Genuss der Fortsetzung zu kommen.

Tipp für besorgte Eltern: In den Einstellungen von iPhones und iPads kann unter „Allgemein“ die „Einschränkungen“ aktivieren, im nächsten Schritt „Zulässiger Inhalt“ „In-App-Käufe“ ausschalten. Dennoch – Plants vs. Zombies 2 sorgt für ungetrübten Spielespaß am Smartphone oder Tablet, allerdings kann der Download länger dauern. Spieler, die ein iPad der ersten Generation haben, werden enttäuscht feststellen, dass Plants vs. Zombies 2 nicht läuft. Aktuell ist es für Apple iOS verfügbar, in absehbarer Zeit auch für Android.