Reste-Rezepte-App für Android und iPhone


Die Reste-Rezepte-App

„Zu gut für die Tonne!“ ist die Reste-Rezepte-App des Bundeslandwirtschaftsministerium. Foto: Scrreenshot zugutfuerdietonne.de

Unter dem Motto „Zu gut für die Tonne“ bietet das Bundeslandwirtschaftsministerium Rezeptideen für die Verwertung übriggebliebener Lebensmittel. Dazu hat die zu dieser Zeit von CSU-Politikerin Ilse Aigner geführte Behörde eine kostenlose App für Android und iOS aufgelegt.

Hintergrund der Kampagne ist das Ziel der Bundesregierung, einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln in der Bevölkerung durchzusetzen. Diverse Nahrungsmittelskandale und Dokumentationen wie die US-Produktion „Food, Inc.“ haben die Schattenseite günstiger Supermarktpreise aufgezeigt. Mit der Reste-Applikation will Aigner den ohnehin bereits sensibilisierten jungen Smartphone-Nutzern in Deutschland zusätzliche Tipps mit an die Hand geben. Dies wird bereits im Duzen des App-Nutzers deutlich.

„Zu gut für die Tonne“ enthält beispielsweise ein Lexikon, das Angaben zur optimalen Lagerung und unterschiedlichen Haltbarkeit von Nahrungsmitteln umfasst. Ein Einkaufs-Ratgeber hilft bei der Abschätzung erforderlicher Mengen. Nach abgeschlossenem Einkauf klärt die Reste-Rezepte-App über ideale Standorte innerhalb des Kühlschranks auf. Das Herzstück der Anwendung ist gleichwohl die Rezeptdatenbank. Verschiedene teils prominente Kochpaten haben zur Erstellung der Reste-Rezepte beigetragen. Zumeist haben sie einfache Nahrungsmittel wie Brot, Kartoffeln oder verschiedene Gemüsesorten als Ausgangsbasis für bodenständige wie auch raffinierte Rezepte genommen.

Der Kabarettist Horst Lichter empfiehlt die Verwertung brauner Bananen für einen mit Eierlikör angereicherten Kuchen. Ministerin Aigner macht aus ihrer bayerischen Heimat keinen Hehl und schwärmt von Brezensuppe, deren Grundlage die schon harten und trockenen Brezeln vom Vortag sind. Die TV-Köche Christian Rach und Sarah Wiener haben Arme Ritter und einen italienischen Brotsalat zur Reste-Rezepte-App beigesteuert. Weitere prominente Paten sind der Schauspieler Daniel Brühl, der ehemalige Bayer 04-Manager Reiner Calmund oder die Sterneköche Johann Lafer und Tim Mälzer.

Die Rezepte-App für scheinbar nicht mehr benötigtes Essen funktioniert für Android-Phones ab der Version 2.3.4, beim iPhone ist die Anwendung erst ab den Modellen 3G und aufwärts nutzbar. Die Suchfunktion erlaubt Kategorisierungen nach Rezeptpaten und einzelnen Lebensmitteln. Allerdings wird immer nur ein bestimmtes Nahrungsmittel als Rezeptbasis verwendet. Wer zum Beispiel faulige Tomaten mit hartem Brot kombinieren möchte, erhält kein Suchergebnis. In diesem Fall ist das Scrollen durch die Rezeptliste unvermeidlich. Die Reste-Rezepte stehen als offene Datenbank zur Verfügung und werden somit ständig aktualisiert. Nicht nur Smartphone-Nutzer, sondern auch Websurfer können ihre Rezepte und Vorschläge in der Datenbank eintragen.