Shazam oder SoundHound? Was können Musikerkennungs-Apps?


Shazam, die Musikerkennungs-Apps

Shazam, eine der bekanntesten Musikerkennungs-Apps. Foto: Screenshot

Ein toller Song und dann fällt einem einfach der Titel nicht ein, ärgerlich. Eine Show oder einen Werbespot gesehen und aus den Gedanken verloren, kein Problem. Mit der Musikerkennungs-App Shazam, die Android OS 1.6 oder höher erfordert, passiert das nie wieder.

Das Android-Handy einfach vor das Radio halten und auf „Tag“ drücken. Sekunden später verrät die App nicht nur den Titel des Liedes, sondern gibt zusätzlich den Interpreten sowie den Namen des dazugehörigen Albums bekannt. Auch mit der kostenlosen Version ist es ein Kinderspiel, herauszufinden, wie der Song heißt. Einfach das Lied scannen und anschließend auf YouTube hören oder auf der Amazon Plattform kaufen.

Über Spotify ist es ebenso möglich, das Lied abzuspielen oder das dazugehörige Video anzusehen. Getaggte Songs nach Lust und Laune auf Facebook mit Freunden teilen oder Musikerbiographien und Diskografen lesen, all das ist mit der Musikerkennungs-App, die mit über 50.000.000 Downloads zu den Top-Downloads des PlayStore zählt, möglich. Wer mitsingen will, kann sich den Songtext auf dem Smartphone anzeigen lassen. Die gescannten Lieder werden in „Meine Tags“ einfach gespeichert.

Einziger Nachteil der Gratis-Version mag die Werbung sein. Wer darauf verzichten möchte, wählt die kostenpflichtige Musikerkennungs-App Shazam Encore. Mittlerweile gibt es Version 4.0.x mit einer optischen Überarbeitung und damit tablettauglich. Mobile User teilen getaggte Elemente gerne auf Google+, Facebook oder Twitter.

SoundHound erkennt sogar Summen und Pfeifen

Viele kennen den deutschen Toyota TV-Spot mit Shazam, in dem die beiden Tatort-Schauspielern Axel Prahl und Jan-Josef Liefers mitspielen. Ein kluger Coup, der die Fangemeinde vergrößert hat und sich eine tolle Technik zunutze gemacht hat. Das Programm erkennt binnen kurzer Zeit anhand der Audiospur den Song. Das Geheimnis liegt in einer riesigen Audio-Datenbank, auf die Shazam dafür zugreift. Newcast nützte diese Technik erfolgreich für ihren TV Spot und ebenso die Tatsache, dass viele Smartphone-Besitzer während des Fernsehens gerne auf ihrem Smartphone aktiv sind. Die Zuschauer werden im Werbeblock via Icon aufgerufen, die Musikerkennungs-App zu aktivieren, worauf eine Verlinkung auf den Shazam Tag-Result von Toyota folgt.

Etwas anderes agiert SoundHound, mit der man auch Lieder finden soll, die man selbst singt, egal in welcher Tonlage oder mangelhaftem Gesangstalent. Die Wiedererkennung sollte auch mit Summen oder Pfeifen funktionieren. Via Facebook und Twitter wird die gefundene Musik mit Freunden geteilt. Die Musikerkennungs-App scannt mit der „Vorhören“-Funktion Musik, sobald SoundHound aktiv ist, die nach dem Scannen auf YouTube gesehen oder bei Amazon gekauft werden können.

Auch SoundHound zeigt auf Wunsch Songtexte an, liefert Informationen zu den Songs und deren Interpreten oder unterstützt die User bei der Suche nach neuer Musik. Mittels „Social Feeds“ die neuesten Twitter- und Facebookeinträge der gewünschten Künstler abonnieren – all das bietet die Musikerkennungs-App in der Version 5.4.x für Android OS 1.5 oder höher.