Smartphone-Navigation: Was bringt Waze der Google-Maps-App?


Die besten Navi-Apps für das Smartphone

Navi-Apps für das Smartphone erleichtern das Navigieren in fremden Orten sehr. Foto: Screenshot Navfree / Google Play Store.

Wieder einmal scheint das Smartphone mit seinen Apps ein unverzichtbarer Begleiter zu sein und das zu Recht, denn besonders im Straßenverkehr kann die Smartphone-Navigation einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.

Es gibt ja mittlerweile viele Apps für Smartphone-Besitzer, mit denen man sich im Verkehr leichter orientieren oder lange Irrfahrten vermeiden kann. Viele kennen auch Google-Maps und nützen diesen Dienst gerne, um sich über die beste Route in den Urlaub, zu Geschäftsterminen oder ähnlichem zu informieren.

Nun hat Google mit der Übernahme von Waze die Smartphone-Navigation noch attraktiver gemacht. Neben dem Wunsch, möglichst problemlos durch den Verkehr zu gleiten, ist es ebenso wichtig, auch rechtzeitig über drohende Staus durch Unfälle oder Baustellen vorgewarnt zu werden.

Nutzer der Betriebssysteme iOS und Android werden sich besonders freuen, denn Google-Maps zeigen nun auch Verkehrsmeldungen an, die Nutzer von Waze erstellt haben. So können Autofahrer seit kurzem von diesem erweiterten Dienst insofern profitieren, dass auch zeitnahe Informationen über aktuelle Unfälle, Baustellen oder akute Straßensperren abrufbar sind. Seitens Google ist allerdings noch nicht bestätigt worden, ob die App darüber hinaus auch Meldungen von Waze-Nutzern zu Radarfallen oder aktuellen Polizeiangaben ermöglicht.

Auch Facebook und Apple waren an Waze interessiert

Google-Maps-Benutzer können ihrerseits jedoch nicht reagieren, also keine Probleme im Verkehrsaufkommen melden oder gar Meldungen bestätigen. Im Fall älterer Meldungen, die nicht mehr aktuell sind, können die App-Nutzer keine Meldung über die hinfällige Aktualität einer Meldung machen. Die erweiterte App unterstützt diese Smartphone-Navigation derzeit Verkehrsteilnehmer in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweiz, die USA und einige Länder Südamerikas.

Auch Facebook und Apple waren an dem Start-Up Waze interessiert, letztendlich hat Google im Juni den Zuschlag erhalten und Berichten zufolge ungefähr 1,1 Milliarden Dollar für Waze bezahlt. Dass Google das Rennen gemacht hat, zeigt sich auch deutlich in der Waze-App: Seit der Übernahme greift die Waze-App auf die Ortsdatenbank von Google zu, im Gegensatz bietet der Waze-Map-Editor neuerdings auch Satellitenaufnahmen und sogar Google Street View.

Bei Google heißt es, vorerst bleiben beide Dienste verfügbar – also sowohl die Waze-App als auch die Google-Maps. Ob sich das in nächster Zeit ändern kann, wird nicht kommentiert. Gerüchten zufolge untersucht die US-Handelsbehörde FTC bereits, ob die Übernahme Konsequenzen für andere Kartendienste hat. Ein scheinbar gelungener Beitrag zur Smartphone-Navigation, der mit Google Maps und Waze die Nerven manches Autofahrers schonen mag.