Spritpreis-Apps: Viele Autofahrer sparen mit Apps


Die besten Spritpreis-Apps

Spritpreis-Apps sind sehr praktisch und werden vom Bundeskartellamt minütlich mit Daten beliefert. Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Bei den seit Jahren hohen Benzinpreisen lohnt sich das Sparen schon im Centbereich. Seit September schicken rund 14.000 Tankstellenbetreiber ihre Preise an die „Markttranzparenzstelle für Kraftstoffe“ des Bundeskartellamts. Diese leitet die Angaben an Programmierer von Spritpreis-Apps weiter, die die Preise alle paar Minuten aktualisieren.

Es gibt bereits einige Spritpreis-Apps, die alle gratis verfügbar sind. Zu ihnen zählen beispielsweise „ADAC Spritpreise“, die „TankenApp“ der Telekom, „mehr-tanken“ oder „Clever tanken“. Das Programm „mehr-tanken“ konnte seine Nutzerschaft auf Android-Smartphones in vier Monaten mehr als verdoppeln und gehört nun zu den 20 meistgenutzten Android-Apps in Deutschland.

Besonders junge Menschen nutzen die Apps

Gemäß einer Studie des „Instituts für Demoskopie Allensbach“ (IfD) benutzt mittlerweile jeder vierte Autofahrer eine App oder das Internet, um die günstigste Tankstelle zu finden. 61 Prozent haben schon davon gehört, nur 15 Prozent ist dieses Angebot noch unbekannt. Jeder dritte Mann (30 Prozent), aber nur knapp jede fünfte Frau (18 Prozent) hat bereits eine Tank-App ausprobiert. Insbesondere junge Menschen in Großstädten nutzen dieses Angebot. 39 Prozent der 16- bis 29-jährigen benutzen eine Spritpreis-App. Auch die 30- bis 44-Jährigen sind mit 31 Prozent Nutzern stark vertreten. Die Zahl der 45- bis 59-jährigen Nutzer fällt mit 22 Prozent schon geringer aus. Bei den Älteren (über 60) haben dagegen nur knapp 14 Prozent das Internet oder eine Spritpreis-App bereits benutzt, um den günstigsten Tankpreis zu finden.

Nächstgelegene oder preisgünstigste Tankstelle?

Fast zwei Drittel der deutschen Autofahrer achten auf den günstigsten Preis beim Tanken, so dass sie auch einen Umweg in Kauf nähmen. Regelmäßig tun dies 33 Prozent, 29 Prozent der Fahrer zumindest gelegentlich. Knapp über ein Drittel der Autofahrer steuert dagegen in der Regel unabhängig von möglichen Preisunterschieden diejenige Tankstelle an, die besonders günstig liegt. Allgemein gilt: Je größer ein Wohnort und die dortige Tankstellendichte sind, desto eher neigen Autofahrer dazu, ihre Tankstelle in Abhängigkeit vom Benzinpreis zu wählen.

So fahren in Städten mit bis zu 20.000 Einwohnern 41 Prozent der Automobilbesitzer zu der nächstgelegenen Tankstelle, selbst wenn das Benzin dort teurer ist. In Städten mit über 500.000 Einwohnern machen dies dagegen nur 27 Prozent. Zu der günstigsten, aber weiter entfernten Tankstelle fahren in kleinen Städten nur 27 Prozent, in größeren Städten dagegen 44 Prozent der Autofahrer. Die im November durchgeführte Umfrage richtete sich 1.461 Personen und gilt als repräsentativ für Autofahrer ab 16 Jahren.