Android: Malware nimmt stark zu


Android, das erfolgreiche mobile Betriebssystem von Google

Android, das Betriebssystem von Google, hat derzeit einen Marktanteil von 75 Prozent bei den mobilen Geräten.

Die negativen Meldungen über leicht angreifbare Android-Geräte reißen nicht ab. Tatsächlich dürfte gerade dieses Betriebssystem eine magische Ausstrahlung auf Hacker und Internetkriminelle sein.

Besonders seit 2010 scheint das Google Betriebssystem Android das begehrte Ziel aller Hacker zu sein. 96 Prozent machte für das Jahr 2012 der Anteil aus und allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden bereits über 500.000 Schädlinge gefunden. Ein Ende der schädlichen Malware scheint noch lange nicht in Sicht. Mit der steigenden Nutzerzahl jener, die Android auf ihrem Smartphone oder ihrem Tablet verwenden, wächst naturgemäß auch die Zahl illegaler Angriffe.

Für Hacker ist es dieser Tage und dank der ungebremsten Mobilität in Zeiten mit Bluetooth wesentlich leichter, den vertrauensvollen Smartphone-Besitzern über scheinbare Premiumdienste oder ähnliches persönliche Daten abzufragen. In Zahlen ausgedrückt klingt die Angriffshöhe dennoch drastisch, denn vergleicht man die Anzahl solcher Hackeraktionen mit den Zahlen des Vorjahres, bedeutet das eine Erhöhung um 180 Prozent.

Ein weiterer Grund für die geradezu explodierende Erhöhung liegt auch darin, dass es Internetexperten mit Schadcodes oder Hacker-Tools immer schwerer fällt, gefährliche Malware aufzuspüren. Mit eben solchen fertigen Bausätzen wie den bereits erwähnten Hacker-Tools ist es auch für weniger begabte Internetkriminelle ein Leichtes, mit sogenannter Malware großen Schaden anzurichten.

Wer auf der Suche nach Abwehrmöglichkeiten ist, wird enttäuscht sein. Sicherheitsexperten sind überfragt, wie man derartige Attacken in Zukunft vermeiden kann und nicht Opfer von Malware wird. Im Gegenteil, sie prophezeien sogar noch weitere Anstiege der Angriffszahlen, mitunter bis zum Dreifachen, da die Nachfrage bei Smartphones und Tablets mit Android ungebrochen ist. Panikmache sei aber nicht notwendig. Letztendlich liegt es auch am Endverbraucher sich darüber Gedanken zu machen, wo er zum Beispiel seine Apps herunterlädt.

Experten empfehlen sich an die entsprechenden bekannten Anbieter wie Google Play oder iTunes zu wenden und günstige oder gar kostenlose Angebote aus alternativen App-Katalogen zu meiden. Die Wahrscheinlichkeit, bei den offiziellen Stores Opfer von Malware zu werden, ist dennoch gering, meinen Experten und erinnern dran, dass Virenschutz auch auf dem Smartphone wichtig ist. Die Verwendung von Smartphone-Virenschutz mag umstritten sein, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Schließlich ermöglicht allein Bluetooth unbemerkt Zugriff, wenn man unterwegs ist.