Das ist die neue Android-Spielekonsole Ouya


Ouya, die Android-Spielekonsole

Ouya, die neue Android-Spielekonsole, wurde über Kickstarter finanziert. Foto:Hersteller

Schon im Juli 2012 wurde sie offiziell vorgestellt, seit gut einem Monat ist sie im deutschen Handel erhältlich: die Android-Spielkonsole Ouya. Die Idee hinter dem ehrgeizigen Projekt kommt einer Revolution gleich: Smartphonespiele werden für den häuslichen Konsolengebrauch adaptiert und können gratis im Internet heruntergeladen werden.

Ouya begann mit einer Finanzierungsbitte. Die Erfinder der auf dem Google-Betriebssystem Android basierenden Konsole bewarben ihr Projekt auf der Crowdfounding-Plattform „Kickstarter“. Innerhalb weniger Wochen kamen für die Ouya-Markteinführung 8,5 Millonen US-Dollar zusammen – rund 900 Prozent mehr als die ursprünglich erforderliche Investitionssumme.

Das Resultat ist eine gerade einmal acht Zentimeter messende Aluminiumkonsole samt einem 280 Gramm schweren, kabellosen Joystick. Die Ouya wird mit einem HDMI-Kabel zwecks Verbindung mit Fernseher oder PC-Monitor geliefert, zusätzliche Anschlüsse existieren für Internet und USB. Als Software der Spielekonsole fungiert die derzeitige Android-Version 4.1.2, die auch bei Smartphones wie HTC One oder dem Galaxy S4 zum Einsatz kommt.

Controller sind beliebig einsetzbar

Die kompakte Größe der Ouya bringt einen minimalen Stromverbrauch mit sich. Der Controller wird per Bluetooth mit der Konsole verbunden. Infolge dessen kann die Bedienung jederzeit variiert werden, beispielsweise durch den Anschluss eines Controllers der Xbox, der Playstation 3 oder einer PC-Maus. Laut dem Fachmagazin GameInformer liegt die Ouya in der technischen Leistung zwar im oberen Drittel aller Android-Geräte, hat aber gegenüber hochwertigen Smartphones das Nachsehen.

Die Spiele für die Ouya werden direkt und kostenfrei auf der Website der Android-Konsole erworben. Derzeit sind rund 300 Spiele in einer verbesserten Demo-Version im Angebot, weitere sollen folgen. Ouya-Kunden können per Kreditkarte die jeweilige Vollversion kaufen. Diese Offerte hat jedoch bislang nur ein Viertel der Konsolen-Nutzer angenommen: Die Ouya-Macher, die sich hauptsächlich über Gewinnbeteiligungen an den Spielen finanzieren, sind jedoch optimistisch.

Nur wenige Spiele der Android-Konsole können zum jetzigen Zeitpunkt jedoch ein hochwertiges Niveau aufweisen. So befinden sich unter den Hundertschaften auch Einparkspiele, das Retro-Design erinnert zudem in vielen Fällen an die Konsolen der ersten Generation. Ouya-Nutzer müssen schließlich auf den Zugriff auf den Google Play Store verzichten. Preislich liegt die Android-Spielekonsole derzeit bei 120 Euro – eine Low-Budget-Variante für Videospielliebhaber, die die Investition von 500 Euro für die Playstation 4 oder die Xbox One scheuen.