Ouya: Crowdfunding-Spielekonsole ab sofort käuflich


Ouya, die Android-Spielekonsole

Ouya, die neue Android-Spielekonsole, wurde über Kickstarter finanziert. Foto:Hersteller

Gamer und Brancheninsider haben schon auf den Verkaufsstart der Spielekonsole Ouya gewartet. Seit einigen Tagen war es also soweit. Ouya ist bei Mediamarkt und Mindfactory bereits online bestellbar – ungefähr 120 Euro kostet die Spielkonsole mit Controller im deutschen Einzelhandel.

Allerdings, kaum waren die ersten Spielkonsolen da, waren sie bereits wieder fast ausverkauft. Andere Händler vertrösten ihre ungeduldigen Kunden mit der Information, dass mehrtägige Lieferzeiten nicht auszuschließen sind. Flashpoint, der deutsche Distributor für die Spielkonsole Ouya, gab allerdings Entwarnung – ein Lieferengpass sei nicht zu befürchten. Eine gute Nachricht, wenn man an das nahende Weihnachtsfest denkt.

Bereits im Juni sollten die ersten Konsolen in die Auslieferung an deutsche Kunden gelangen, aber die begehrten Spielekonsolen verblieben länger beim Zoll. Auch der Preis hat sich etwas geändert – war anfangs noch von ungefähr 75 Euro die Rede, liegt der Ladenpreis hierzulande mittlerweile doch zwischen 120 bis 150 Euro. Neben Lieferverzögerungen dürfte es auch Probleme in der Fertigung gegeben haben, die letztendlich zu dem verspäteten Verkaufsstart in Deutschland geführt haben könnten.

Hinter Ouya verbirgt sich eine sehr erfolgreiche Crowdfunding-Initiative. So finanzierte sich die Android-Spielekonsole über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter und soll neben einem eigenen Shop auf Ouya.tv auch bei Game, Game Stop, Best Buy, Target und Amazon in den Verkauf gelangen. Die Spielekonsole wird mit einem Gamepad versehen, weitere Eingabegeräte sind käuflich zu erwerben.

Das Crowdfunding-Projekt verlief tatsächlich sehr, sehr erfolgreich. Fast das Zehnfache der erwarteten Summe erreichte das Projekt auf Kickstarter. 950.000 US-Dollar wurden innerhalb weniger Stunden eingenommen. Starkes Teil in der Konsole ist der Vierkern-Prozessor Tegra 3, normalerweise in einem Smartphone zu finden, macht die Konsole für Casual-Gamer besonders interessant. Der acht Gigabyte Flash-Speicher verspricht natürlich keine gigantischen und umfangreichen Spiele, die Grafik könnte da eventuell nicht ganz mithalten mit allzu großen Erwartungen.

Das Tolle an der Spielekonsole ist aber vor allem das offene System, in dem sich neben Profis auch Hobbyentwickler engagieren können. Das Programmieren von eigenen Spielen, Anwendungen und Tools ist möglich. Die Spiele zur Android-Konsole sind free-to-play, direkt auf die Konsole downloadbar. Man braucht weder DVDs oder Blu-Rays für den ultimativen Spielspaß. Im Ouya Game Store erwarten leidenschaftliche Gamer ungefähr 500 Spiele und in Kürze erfolgt ein Update für eine Benutzeroberfläche.