App-Nutzung steigt, Anzahl bleibt aber gleich


Smartphone-Tarif-Checker News-PlatzhalterKaum jemand, der ein Smartphone besitzt, hat nicht mindestens ein halbes Dutzend Apps in Verwendung. Der tatsächlichen App-Nutzung ging die Studie von Nielsen auf den Grund.

Aus der Studie, die im vierten Quartal des vergangenen Jahres durchgeführt wurde, ergaben sich interessante Informationen. 27 Apps verwendet ein Smartphone-Nutzer im Durchschnitt pro Monat. Nicht ganz überraschend finden sich relativ weit oben der Nachrichtendienst WhatsApp, Facebook, Google Maps und Instagram.

Basis für die aktuellen Zahlen zur App-Nutzung legte die Befragung von 5.000 Bundesbürgern, die ein Android-Smartphone oder ein mobiles iOS-Endgerät besitzen. Übrigens stellte sich dabei heraus, dass Nutzer zwischen 25 bis 34 sowie Nutzer von 35 bis 44 Jahren besonders deutliche Unterschiede bei der Art der Nutzung von Apps aufweisen. Prozentuell entspricht das 29,5 Prozent der jüngeren und 29,3 Prozent der Nutzer zwischen 35 bis 45 Jahren. Nicht wunderlich, dass die Nutzungsdauer bei Nutzern zwischen 18 und 24 Jahren den höchsten Stand aufwies. Binnen vier Wochen betrug die App-Nutzung in dieser Altersgruppe 37 Stunden. Im Durchschnitt ist die Nutzungsdauer bei 30 Stunden und 15 Minuten, ungefähr bei 23 Stunden lag sie in den vorausgegangenen Jahren. Auch der Durchschnitt betrug früher rund 18 Stunden. Besonders in den sozialen Netzwerken und der Online-Suche wurde so viel Zeit verbracht.

Verlierer bei der App-Nutzung ist der Finanz-Bereich und Reisen. Nach den absoluten Gewinnern, den sozialen Netzwerken, die insbesondere mobil gefragt sind, folgten Tools, die die Produktivität ankurbelten sowie Unterhaltung. Fotografie verbuchte den stärksten Anstieg bei den Apps. 131 Prozent betrug der Anstieg, dank Instagram, Smartphone-Kameras und ähnlichen Seiten. Bei der Unterhaltung waren es noch 71 Prozent, die mit Apps aktiv sind.

Der Rücklauf im Finanz-Bereich ist gerade online ein sperriges Thema. Zum einen ist die Sicherheitsfrage und zum anderen die traditionellen Verhaltensweisen. Drum prüfe, wer sich finanziell bindet, sozusagen. Auch bei Reisen dürfte die Buchung eines Urlaubs nicht für jedermann über das Smartphone zu laufen. Zwischendurch mal schnell spontan was ins Facebook posten ist etwas anderes als mal eben eine Reise zu buchen oder sein Konto zu checken, die Börsenkurse.

Interessant ist aber der Prozentanteil der Generation 55+: Mehr als 21 Stunden verweilen ältere Nutzer bei der App-Nutzung, rund 22 verschiedene Apps verwenden sie durchschnittlich im Monat.