Smartphone- und Tablet-Weihnachtseinkäufe nehmen stark zu


Weinachts-Geschenke suchen per App

Weihnachtseinkäufe mit Smartphone oder Tablet sind dieses Jahr IN. Bild: anton scher / pixelio.de

Der Rubel rollt – klagt der Handel das Jahr über, bekommt er in den Wochen vor Weihnachten letztendlich meist Grund zum Jubeln. Die Läden sind voll, die Tüten auch und dennoch wird fern der Läden zunehmend stärker eingekauft. Der Trend, mobil einzukaufen, nimmt stark zu.

Besonders in den Vereinigten Staaten zeigte sich der verstärkte Wunsch der Konsumenten, mit ihren mobilen Endgeräten einen stressfreien und entspannten Einkaufsmarathon zu erledigen, ganz deutlich am berühmten Black-Friday. Die umsatzstärksten Tage des Jahres waren Thanksgiving und Black Friday. Erstaunlicher war allerdings die Tatsache, dass allein ein Viertel der Umsätze amerikanischer Einzelhändler durch einkaufswillige Konsumenten via Smartphone oder Tablet erzielen wurde.  Immerhin ging es um Gesamtumsätze von ungefähr drei Milliarden Dollar binnen zwei Tagen. Doppelt soviele mobile Einkäufer wie im Vorjahr. 15,6 Prozent der Tablet-Benutzer kauften auf diesem Weg online ein, 8,6 Prozent entfiel der Anteil auf Smartphone-Besitzer.

Allein auf iOS-Geräten wurden für fast 550 Millionen Dollar eingekauft. 417 Millionen Dollar verbuchten Einkäufe mit dem iPad für den Weihnachtseinkauf, mit dem iPhone waren es immerhin noch zusätzliche 126 Millionen Dollar. Schlägt man das um, ergibt das für Android-Smartphones einen Umsatz von 106 Millionen Dollar, Android-Tablets nur 42 Millionen Dollar. Der Trend, den Weihnachtseinkauf mit mobilen Geräten, fern der überfüllten Läden und entnervten Verkäufer zu wagen, scheint damit ungebrochen.

Die Entscheidung, mobil einzukaufen, zieht sich aber auch fern des Weihnachtseinkaufs durch die veränderten Einkaufsgewohnheiten. Viele Händler beklagen ausbleibende Besucher, viele Umsätze verlagern sich vom bislang bekannten und beliebten Filialhandel immer mehr ins Internet.

Allein in Deutschland wird für 2015 ein Online-Umsatz von ungefähr 25,7 Milliarden Euro prognostiziert. Diese Zahl betrifft lediglich den Handel mit greifbaren Produkten und berücksichtigt noch keine Musikdownloads, Software oder mobile Buchungen von Reisen und Flugtickets. Fast 30 Prozent der Käufer tun das bereits online. 54 Prozent beabsichtigen in Zukunft sogar noch mehr Online-Einkäufe beabsichtigen, nicht nur den Weihnachtseinkauf. Dabei hat jeder Dritte innerhalb der letzten zwölf Monate seinen ersten Online-Einkauf getätigt und war so zufrieden, dass es bei diesem einen Mal nicht bleiben dürfte.

Favoriten, die vom Online-Trend besonders profitieren, sind Mode, IT und Unterhaltungselektronik, und finden in jedem zweiten Bundesbürger einkaufswillige Konsumenten. Entscheidendes Argument für den Online-Einkauf ist nicht das billigste Angebot, sondern das nicht an Ladenzeiten gebundene Einkaufsangebot und der einfachere Produktvergleich sowie die erleichterte Suche.